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Mittwoch, 23. November 2011 Die Sensation lag in der Luft, doch das Glücksspiel des Elfmeterschießens meinte es nicht gut mit unserer Mannschaft, die mit erhobenem Haupt den Platz verlassen konnte, denn man hat 120 Minuten gegen den Tabellenführer der Verbandsliga auf Augenhöhe gespielt und besonders in der ersten Halbzeit das Spiel sogar dominiert. Die ersten Minuten bei kaltem und feuchtem Wetter begannen von beiden Seiten mit einem Abtasten, wobei Hünfeld nach Schwachstellen in unserer Elf suchte, diese aber nicht fand, zumal der Rückkehrer Robby Neuhäußer neben Albert für die Stabilität in der Innenverteidigung sorgte. Die erste Chance hatte unsere Mannschaft in der 12. Minute, als Raphael Link mit einem Distanzschuss das Tor nur knapp verfehlte. Doch dann kam Hünfeld etwas auf. Baier verpasste bei einem Eckball knapp, der Ball konnte aber rausgeschlagen werden (14.). Kurz darauf ein Freistoß von der rechten Hünfelder Seite aus gut 25 m Entfernung. Es mag an der Beleuchtung gelegen haben, so dass Baier etwa im Torraum bedrängt den Ball beim Fausten ins eigene Tor lenkte (15.). Danach bäumte sich unser Team noch weiter auf und zeigte einige schöne und schnelle Spielzüge, nur der Abschluss war oft etwas zu überhastet. Unsere Mannschaft spielte zu diesem Zeitpunkt den schöneren Fußball, Hünfeld ließ immer nur kurz mit Schnelligkeit die Klasse des Verbandsligisten aufblitzen. Die von den Bachrainer Fans befürchtete Überlegenheit war aber nicht zu sehen. Stattdessen kamen immer wieder schnelle Kombinationen die für Unruhe in der vielbeinigen Hünfelder Abwehr sorgten. So konnte Mahr nur noch am Rande der Legalität im Strafraum gebremst werden, Hünfeld hätte sich wegen Haltens auch nicht über einen Elfmeter beschweren dürfen (27.). Die zweite Hälfte begann ausgeglichen, unsere Mannschaft zog sich für den Geschmack der Edel-Fans etwas zu weit zurück, allerdings ließ Hünfeld in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit auch nur wenig Spielaufbau zu. Nach einem Eckball brachte Hünfeld den Ball nur kurz aus dem eigenen Strafraum, so dass Robby Neuhäußer in der zweiten Welle aus der Distanz abziehen konnte. Der abgefälschte Ball landete zur Überraschung der Hünfelder Keepers im Netz (53.). Das Spiel war wieder völlig offen! Unsere Mannschaft nutzte den neuen Schwung für neue Angriffe, Hünfeld spielte nur noch mit langen Bällen, bevor sie von der 65.-80. Minute etwas mehr Druck entfalteten. Doch unsere Abwehr zusammen mit dem Mittelfeld kämpfte aufopferungsvoll, Baier stand hinten sehr sicher. Es ging in die Verlängerung, die Füße der Fans wurden immer klammer, doch das Spiel entschädigte für die feuchte Kälte Wer hätte vor dem Spiel gedacht, das wir so lange so gut mithalten könnten! Der Bachrainer Anhang drehte auch noch einmal auf und versuchte nach Kräften die Elf zu unterstützen. Man hatte den Eindruck, dass Hünfeld außer der Mannschaft und den Betreuern keinen Zuschauer mitgebracht hatte! Die Verlängerung zeigte ein ausgeglichenes Spiel, wobei Maierhof vor dem Ende noch den Siegtreffer auf dem Fuß hatte. Die klareren Gelegenheiten waren wieder auf Bachrainer Seite. Unverständnis bei den Bachrainer Fans, als der sonst gute Schiedsrichter Gabriel Mahr wegen groben Foulspiels vom Platz stellte; er war in ein Getümmel von Spieler hineingegangen, um den Ball zu erobern, als ein Hünfelder Spieler theatralisch zu Boden ging (116.). So blieb es beim Unentschieden und es begann das Glücksspiel des Elfmetereschießens. Hünfeld legte vor, bevor Raphael Link über die Lattenunterkante traf. Dann traf Hünfeld wieder sicher. Danach trat Katzer an, der nach einem kurzen Anlauf genau den Pfosten traf, der Keeper wäre nicht drangekommen. Beim nächsten Hünfelder Elfmeter war Baier noch mit den Fingerspitzen dran, bevor Maierhof zum Punkt schritt. Sein Elfmeter wurde gehalten, so dass Hünfeld mit dem nächsten Treffer alles klar machte. Kopf hoch! Ein tolles Spiel, in dem wir Hünfeld richtig in Bedrängnis gebracht haben. Unsere Mannschaft braucht sich nicht zu verstecken und bekam von den zahlreichen mitgereisten Fans auch den verdienten Applaus. Hut ab vor dieser Leistung!! Es wäre schön, wenn diese Einstellung auch noch in den Gruppenliga-Spielen vor der Winterpause abgerufen werden könnte, dann wäre auch noch ein besserer Tabellenplatz hoch verdient. Die Mannschaft von Oliver Starke hat wieder einmal bewiesen, was in ihr steckt. (B.K.) Unsere Aufstellung: Baier; Wagner (83. Katzer), Neuhäußer, Albert, Kleinod, R. Link, Brähler (75.), M. Link, Mahr, Maierhof, Metzler. |