Vier Tore hatten am Freitag noch nicht zum Sieg gereicht, heute sollte es anders kommen. Heute war es wichtig, das Spiel vom Freitag dahingehend zu verarbeiten, dass es aus den Köpfen gelöscht werden konnte.
Unsere Mannschaft begann gewohnt engagiert und in gewohnter Aufstellung, nur Solomon Haile Negussie fehlte wegen einer Wadenverletzung. Schon bald zeigte sich, dass unsere Elf die bessere Spielanlage bot und bereits ab der Mittellinie versuchte, das Angriffsspiel des Gegners zu stören. Dies war natürlich bei den gegebenen Temperaturen kräftezehrend, wurde aber gut von unsere Mannschaft weggesteckt. Schon früh fiel der erste Treffer, als in der 3. Minute Opetha im Getümmel vor dem Tor den Ball über die Linie drücken konnte. Dabei stieß er auch mit einem Gegenspieler zusammen, was dazu führte, dass ab der 14. Minute Njie für ihn auf das Feld kam. Danach war Bachrain spielbestimmend, trotzdem kamen die Türken immer wieder vor unseren Strafraum, die klareren Chancen lagen aber auf unserer Seite, konnte aber nicht genutzt werden, weil die Zielkalibrierung noch nicht abgeschlossen war. So ging man mit knapper Führung in die Pause.
Nach der Pause begann Bachrain wieder mit Druck nach vorne, wobei es dann für den Ticker und den Stadionsprecher durch die schnelle Folge der Ereignisse etwas hektisch wurde. Zunächst traf Nait Slimani nach einer schönen Hereingabe von der rechten Seite, wobei der Treffer in der Hektik vom Chronisten fälschlich Abramski zugeordnet wurde (60.). Das Torjingle war gerade verklungen, das Tor in den jeweiligen Tickern eingegeben, als es kurz nach Wiederanpfiff zu einem Foul an einem Bachrainer Spieler im Strafraum kam. Kemal Sarvan verwandelte humorlos scharf unter die Latte (62.). Doch damit nicht genug: Nur eine Minute später erhöhte Njie aus kurzer Distanz. Damit sollte eigentlich das Spiel gelaufen sein. Nach den Erfahrungen vom letzten Freitag blieb man allerdings als Spieler und Beobachter vorsichtig und setzte am besten das bisherige Spiel fort. Es kam noch zu Torchancen durch Klüber und Kugler, die aber nicht erfolgreich waren, Stattdessen kamen die Gäste durch den ehemaligen Bachrainer Disli noch zum Anschlusstreffer (78.), der aber keine weiteren Folgen hatte.
Jetzt kann man das nächste lange Wochenende mit zwei Auswärtsspielen konzentriert, aber ohne großen Druck angehen.
Unsere Elf:
Nzeungo; Demir (85. Opetha), Seker, Sondergeld (68. F. Staubach), Opetha (14. Njie (85. Weldetnsae)), Klüber, J. Brähler, Abramski, Nait Slimani (81. Kugler), Sarvan, Yemane.