Zur Information die Regeländerungen für die kommende Saison, die bereits bei der WM umgesetzt wurden.
Regel 3 – Spieler
• Die Anzahl der Einwechselspieler, die in Freundschaftsspielen von A-Nationalteams eingesetzt werden dürfen, wird auf acht oder elf erhöht, wenn beide Teams zustimmen und den Schiedsrichter im Voraus informieren, wobei die Beschränkung auf drei Auswechselgelegenheiten pro Team bestehen bleibt.
• Bei Auswechslungen müssen die Spieler das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Wird das Zeitlimit überschritten, darf der Einwechselspieler das Spielfeld erst während der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf einer Minute betreten.
Vorankündigung:
Die Leitlinien zur Kapitänsregelung sind ab dem 1. Juli 2027 für alle Wettbewerbe verbindlich (Anwendung unverändert).
Erläuterungen
Ziel ist es, die Unterbrechungszeiten zu reduzieren und Auswechselvorgänge zu beschleunigen. Eine persönliche Strafe wird bei
Verfehlungen nur ausgesprochen, wenn es sich um ein extrem unsportliches Verzögern handelt. Des Weiteren gibt es eine Erhöhung der möglichen Auswechslungen bei Freundschaftsspielen im A Nationalbereich unter gewissen Voraussetzungen .
Regel 4 – Ausrüstung der Spieler
• Accessoires / Schmuck sind erlaubt, sofern sie ungefährlich und sicher abgedeckt sind.
Erläuterungen
Die grundsätzliche Anweisung Schmuck abzulegen, gilt weiterhin. Mittlerweile gibt es aber Schmuck, der nur sehr schwer zu
entfernen ist. Dieser darf dann abgedeckt werden, so dass er keine Gefahr mehr für alle Beteiligten darstellt.
Regel 5 – Schiedsrichter
Es wird präzisiert, dass auf Vorteil entschieden werden kann, wenn eine Spielfortsetzung nicht korrekt ausgeführt wird und
der Ball im Spiel ist.
Abgesehen von bestimmten Ausnahmen müssen Spieler, die auf dem Spielfeld untersucht/behandelt werden oder die eine
verletzungsbedingte Spielunterbrechung verursachen, das Spielfeld verlassen und nach Wiederaufnahme des Spiels eine Minute lang außerhalb des Spielfelds bleiben.
Bei nicht korrekt ausgeführter Spielfortsetzung kann der SR die Vorteilsbestimmung anwenden. (Einwurfort, Ballruhe). Nicht
jedoch, wenn das Verfahren falsch ist, z. B. ein Einwurf wird mit dem Fuß oder ein Abstoß mit der Hand ins Spiel gebracht. Zudem gibt es Einschränkungen beim Wiedereintritt nach verletzungsbedingter Spielerbehandlung.
Regel 8 – Beginn und Fortsetzung des Spiels
In der Bestimmung zum Schiedsrichterball wurde präzisiert, dass das Team, das „in Ballbesitz (…) gekommen wäre“, auch
das Team meint, das die Spielfortsetzung vorgenommen hätte, wenn der Ball aus dem Spiel gegangen wäre. Bei einem Eingriff eines Spieloffiziellen oder einer Drittperson erfolgt der SR-Ball an der Stelle des Eingriffs.
Erläuterungen
Neben der Präzisierung zum Thema Ballbesitz geht es hier um den Spielfortsetzungsort bei einem Eingriff durch einen Spieloffiziellen oder eine Drittperson. In diesem Fall ist es nicht mehr der Ort der Unterbrechung, sondern die Stelle des Eingriffs.
Regel 12 – Fouls und sonstiges Fehlverhalten
Für das Vereiteln einer offensichtlichen Torchance gibt es keine Verwarnung mehr, wenn auf Vorteil entschieden und ein Tor erzielt wird.
Die Liste der Kriterien für das Verhindern eines Tors oder das Vereiteln einer offensichtlichen Torchance wurde um einen Hinweis auf „Anzahl und Stellung der Angreifer“ erweitert.
Erläuterungen
Es wurde eine weitere Reduzierung der persönlichen Strafe beim Versuch der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance festgelegt, wenn aus einem Vorteil auch ein Tor entsteht.
Regel 15 – Einwurf
Wenn ein Spieler/ein Team die Ausführung eines Einwurfs verzögert, zeigt der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden Countdown an. Wird das Zeitlimit überschritten, wird der Einwurf dem gegnerischen Team zugesprochen.
Erläuterungen
Um eine höhere Netto-Spielzeit zu generieren, erfolgt jetzt auch die zeitliche Überwachung sowohl beim Einwurf als auch beim
Abstoß – siehe hierzu auch R 16
Regel 16 – Abstoß
Wenn ein Spieler/ein Team die Ausführung eines Abstoßes verzögert, zeigt der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown an. Wird das Zeitlimit überschritten, wird dem gegnerischen Team ein Eckstoß zugesprochen.