Das Hinspiel war mit 11 Toren verloren worden. Es war also heute wichtig, dieses alte Ergebnis richtig einzuordnen und klar zu zeigen, warum man beim Tabellennachbarn punkten wollte.
Heute zeigte sich schon sehr bald, dass die Reserve von Barockstadt ohne Auffüllung von der ersten Mannschaft keine großen Stärken aufweisen kann. Insbesondere die Abwehr agierte wackelig und konnte von unseren Frauen immer wieder überspielt werden, wobei der eine oder andere Angriff erfolgreich hätte abgeschlossen werden können, wenn beim Vorstoß nicht auf außen ausgewichen würde, sondern der Weg in den Strafraum gesucht wird. Das Spiel unsere Mannschaft wurde in dem Moment deutlich besser, als nach etwa 10 Minuten der heimische Ansturm beendet war. Bachrain spielte immer wieder schöne Pässe diagonal auf die Außen, um deren Schnelligkeit zu nutzen, allerdings blieb dann der Pass in die Mitte zu oft aus. Wie aus dem Nichts durch einen Stellungsfehler in der Abwehr fiel dann leider der Führungstreffer für Barockstadt (37.), obwohl die Spielanteile mehr auf Bachrainer Seite lagen.
Nach der positiven Pausenansprache ging es dann zur Aufholjagd, eigentlich mit dem Ziel noch 2 Tore zu schießen, um sich mit drei Punkten zu belohnen. Das gute Wetter mit viel Sonnenschein hatte offensichtlich besonders an den Kräften des Gegners gezehrt. Bachrain lief einen um den anderen Angriff, kam aber kaum in den gegnerischen Strafraum. Dass das auch gar nicht nötig ist, demonstrierte Leonie Höhn, die aus 25 m mal draufhielt, weil die Torfrau etwas weit herausgekommen war, so dass der Ausgleich fiel (50.). Leider gelang es in den folgenden 40 Minuten nicht mehr, noch einen weiteren Treffer zu erzielen.
Das Unentschieden wurde fast wie ein Sieg empfunden, weil auch die hohe Niederlage aus dem Hinspiel aus den Gedächtnissen gestrichen werden kann. Schade, dass unsere Mannschaft sich für die gute Leistung nicht mit drei Punkten belohnen konnte.
Unsere Elf:
Baumann; Witzel, Lug, N. Reisinger, Zaczyk, Adam, Pappert (87. Wiegand), Böhning, Höhn, Kohl, Wiegand (81. J. Reisinger).