Nach der Auftaktniederlage bei Germania fühlte sich unsere Mannschaft schon etwas unter Druck, heute etwas mehr zu liefern.
Dieser Druck war durchaus spürbar, zeigte sich aber überwiegend in einem geordneten, zügigen und offensiven Spiel. Es gab mehrere Eckbälle in Serie, wobei bei einem bereits das Torjingle angestimmt wurde, bevor klar wurde, dass der Schiedsrichter ein Foul am Petersberger Torwart gesehen hatte (2.). Das Tor fiel dann aber doch noch, als Sarvan den Ball per Kopf über die Linie brachte (18.). Die Führung war klar verdient, auch wenn Petersberg einige junge, wendige Spieler in den Angriffsreihen hatte. Kemal Sarvan war es dann auch, der per Foulelfmeter die Führung ausbauen konnte (21.). Petersberg traf kurz darauf die Latte, aber auch Bachrain hatte noch Gelegenheiten, scheiterte aber am Torwart. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit konnte Petersberg aber noch den Anschlusstreffer markieren. Das war ein schlechtes Omen für die zweite Hälfte.
Diese begann wieder mit großem Engagement von Bachrainer Seite, was auch zum Ausbau der Führung führte, als Yemane eine Flanke über die Linie drücken konnte (52.): Gleich darauf sah Marquard auf Petersberger Seite die gelb-rote Karte, so dass alles auf Bachrain als Sieger deutete. Die nächste große Chance verstolperte Njie allein vor dem gegnerischen Torwart (67.). Kurz nach einer Bachrainer Chance kam es zu einem Foul an Njie im Strafraum. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Kemal Sarvan sicher (79.). Was sollte jetzt noch schief gehen? Bachrain wechselte bei diesem Stand und gab auch jüngeren Spieler Einsatzzeiten. Der Petersberger Frust entlud sich immer mehr in Fouls wie Halten, wodurch es zu einigen berechtigten gelben Karten kam. Irgendwie kamen dann alle Bachrainer auf die Idee, den Sieg nur noch zu verwalten, anstatt weiter nach vorne zu spielen. Dann nahm das Unglück seinen Lauf. Nach dem Anschlusstreffer in der 89. Minute kam es leider noch zu zwei Foulelfmetern, von denen zumindest einer völlig unstrittig war und schon war man beim 4:4 angekommen.
Zwei Punkte dahingeschenkt, weil man nicht so weiter spielte wie vorher. Beim Stand von 4:1 ist es sinnvoll, jüngeren Spielen Einsatzzeiten zu geben. Aber plötzlich verlor die ganze Mannschaft den Faden und gab den Sieg hin.
Am Sonntag gibt es gleich Gelegenheit, die Sache wieder gut zu machen.
Unsere Elf:
Nzeungo; Demir (46. Habde), Yemane (78. Kugler), J. Brähler, Sondergeld, Nait Slimani (61. Njie) , Haile Negussie, Klüber (78. Krause), Seker, Abramski (65. F. Staubach), Sarvan.